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Medizinischer Cannabis

Beschreibung

Unter dem Begriff „medizinischer Cannabis“ werden die Blüten, beziehungsweise deren Extrakt, sowie Zubereitungen aus den Inhaltsstoffen der weiblichen Hanfpflanze Cannabis sativa L. (Hanf) zusammengefasst. Diese werden für den medizinischen Nutzen gezielt angebaut und besitzen einen definierten und weitgehend gleichbleibenden Inhaltsstoffgehalt.

Für die pharmakologische Wirkung sind die Cannabinoide verantwortlich.

Diese entfalten ihre Wirkung über Rezeptoren des sogenannten Endocannabinoidsystems, die im Organismus weit verbreitet sind. 

Anwendungsgebiete für medizinischen Cannabis sind chemotherapiebedingte Übelkeit, starke Gewichtsabnahme und Schmerzen. Sie werden auch bei neurologischen und psychischen Erkrankungen, Magen-Darm-Erkrankungen und bei Epilepsie eingesetzt.

Forschungsstand

Cannabinoide wurden bei starkem Gewichtsverlust (Tumorkachexie) in klinischen Studien untersucht. Daraus gibt es Anhaltspunkte, dass sie den Appetit steigern und das Geschmackserleben verbessern können.  Nicht immer kommt es dabei jedoch zur gewünschten Gewichtszunahme. Nach der Leitlinie zur klinischen Ernährung (2015) kann erwogen werden, bei Patientinnen und Patienten mit starker Gewichtsabnahme und Geschmacksstörungen Cannabispräparate einzusetzen.

Cannabinoide wirken individuell sehr unterschiedlich. Sie können aber die Sinneswahrnehmungen verändern und verstärken und so dazu beitragen, das Geschmackserleben zu verbessern. Das kann hilfreich sein, um mehr Nahrung aufzunehmen und damit auch das Gewicht zu erhalten.  Die Arzneimittel werden in Form von Tabletten/Kapseln, Tee, als ölige oder alkoholische Lösung, als Spray zur Anwendung in der Mundhöhle oder als Inhalation hergestellt.

Als unerwünschte Wirkungen können u.a. Stimmungsänderungen (Euphorie/Dysphorie), Depression, Angst und Paranoia, Gefühl der Depersonalisation, Halluzinationen, Gedächtnisstörung, verschwommenes Sehen und Schwindel, niedriger Blutdruck, Herzrasen und Mundtrockenheit auftreten. Auch die Verkehrstüchtigkeit kann eingeschränkt sein. Als Gegenanzeige für die Anwendung von Cannabis gelten psychotische Erkrankungen oder die familiäre Vorbelastung für solche Erkrankungen.

Schwangere, stillende Mütter sowie Männer und Frauen mit Kinderwunsch sollten aufgrund der unklaren Auswirkungen auf Fruchtbarkeit und das Ungeborene keine Cannabis-Präparate einnehmen. Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind möglich, weswegen die Einnahme mit dem Behandlungsteam abgesprochen werden sollte.

Medizinischer Cannabis ist über jede Apotheke in Deutschland mit einem entsprechenden Rezept erhältlich und sollte auch nur dort erworben werden. Fragen Sie Ihr Behandlungsteam, ob Cannabinoide für Sie in Frage kommen.

Weiterführende Informationen finden Sie hier: Medizinischer Cannabis

Die Wirksamkeit von Medizinischem Cannabis und Cannabinoiden bei chemotherapiebedingter Übelkeit und Erbrechen wurde in klinischen Studien untersucht. Daraus gibt es Anhaltspunkte für eine Wirksamkeit in bestimmten Situationen, wenn sie zusätzlich zur Standardmedikation gegeben werden. In allen deutschen Leitlinien wird die Anwendung von Cannabinoiden bei Übelkeit und Erbrechen erst empfohlen, wenn alle anderen Therapien nicht ausreichend wirken. So sind gemäß der Leitlinie zur Supportiven Therapie (2021) Cannabinoide „im Ausnahmefall (…) zu erwägen“. Zudem können sie nach der Leitlinie zur Palliativmedizin (2020) bei unzureichendem Ansprechen auf die medikamentöse Standardtherapie bei Übelkeit und Erbrechen als Reservemittel eingesetzt werden.

Medizinischer Cannabis und Abkömmlinge der Substanz (Cannabinoide) wirken individuell sehr unterschiedlich, können aber die Sinneswahrnehmungen verändern und verstärken. So können sie  den Appetit steigern, das Geschmackserleben verbessern und Übelkeit reduzieren. Die Arzneimittel werden in Form von Tabletten/Kapseln, Tee, als ölige oder alkoholische Lösung, als Spray zur Anwendung in der Mundhöhle oder als Inhalation hergestellt.

Als unerwünschte Wirkungen können u.a. Stimmungsänderungen (Euphorie/Dysphorie), Depression, Angst und Paranoia, Gefühl der Depersonalisation, Halluzinationen, Gedächtnisstörung, verschwommenes Sehen und Schwindel, niedriger Blutdruck, Herzrasen sowie Mundtrockenheit auftreten. Auch die Verkehrstüchtigkeit kann eingeschränkt sein.

Als Gegenanzeige für die Anwendung von Cannabis gelten psychotische Erkrankungen oder die familiäre Vorbelastung für solche Erkrankungen. Schwangere, stillende Mütter sowie Männer und Frauen mit Kinderwunsch sollten aufgrund der unklaren Auswirkungen auf Fruchtbarkeit und das Ungeborene keine Cannabis-Präparate einnehmen. Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind möglich, weswegen die Einnahme mit dem Behandlungsteam abgesprochen werden sollte.

Medizinischer Cannabis ist über jede Apotheke in Deutschland mit einem entsprechenden Rezept erhältlich und sollte auch nur dort erworben werden. Fragen Sie Ihr Behandlungsteam, ob Cannabinoide für Sie in Frage kommen.

Weiterführende Informationen finden Sie hier: Medizinischer Cannabis

Medizinischer Cannabis und Cannabinoide wurden bei Appetitlosigkeit im Rahmen der Krebstherapie in klinischen Studien untersucht. Aufgrund der geringen Anzahl an Studien spricht die ESPEN-Leitlinie keine Empfehlung für die Anwendung von Cannabinoiden aus, obwohl es einen ersten Anhaltspunkt für eine Verbesserung des Geschmackserlebens bei Krebspatientinnen und -patienten durch Dronabinol gibt. Die Leitlinie zur Komplementärmedizin (2021) erwähnt Cannabinoide in diesem Zusammenhang nicht.

Medizinischer Cannabis und Abkömmlinge der Substanz (Cannabinoide) wirken individuell sehr unterschiedlich. Sie können aber die Sinneswahrnehmungen verändern und verstärken, z.B. den Appetit steigern, das Geschmackserleben verbessern oder Übelkeit reduzieren. Die Arzneimittel werden in Form von Tabletten/Kapseln, Tee, als ölige oder alkoholische Lösung, als Spray zur Anwendung in der Mundhöhle oder als Inhalation hergestellt.

Als unerwünschte Wirkungen können u.a. Stimmungsänderungen (Euphorie/Dysphorie), Depression, Angst, ein Gefühl der Depersonalisation, Halluzinationen, Gedächtnisstörung, aber auch verschwommenes Sehen und Schwindel, niedriger Blutdruck, Herzrasen sowie Mundtrockenheit auftreten. Auch die Verkehrstüchtigkeit kann eingeschränkt sein.

Als Gegenanzeige für die Anwendung von Cannabis gelten psychotische Erkrankungen oder die familiäre Vorbelastung für solche Erkrankungen. Schwangere, stillende Mütter sowie Männer und Frauen mit Kinderwunsch sollten aufgrund der unklaren Auswirkungen auf Fruchtbarkeit und das Ungeborene keine Cannabis-Präparate einnehmen. Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind möglich, weswegen die Einnahme mit dem Behandlungsteam abgesprochen werden sollte.

Medizinischer Cannabis ist über jede Apotheke in Deutschland mit einem entsprechenden Rezept erhältlich und sollte auch nur dort erworben werden. Fragen Sie Ihr Behandlungsteam, ob Cannabinoide für Sie in Frage kommen.

Weiterführende Informationen finden Sie hier: Medizinischer Cannabis

Medizinischer Cannabis und Cannabinoide wurden bei Schmerzen in klinischen Studien untersucht. Hierbei zeigten sich Anhaltspunkte für eine schmerzlindernde Wirksamkeit bei Nerven-bedingten Schmerzen bei Patientinnen und Patienten ohne Krebserkrankung. Eine Wirkung auf Tumorschmerzen bei Krebspatientinnen und Krebspatienten ist jedoch nicht gesichert. In der ESMO Leitlinie und in der Leitlinie zur Palliativmedizin (2020) werden deshalb keine Empfehlungen für den Einsatz von Cannabinoiden bei Schmerzen ausgesprochen. Die Leitlinie zur Komplementärmedizin (2021) erwähnt Cannabinoide in diesem Zusammenhang nicht.

Medizinischer Cannabis und Abkömmlinge der Substanz (Cannabinoide) wirken individuell sehr unterschiedlich, können aber die Sinneswahrnehmungen verändern und verstärken. Die Arzneimittel werden in Form von Tabletten/Kapseln, Tee, als ölige oder alkoholische Lösung, als Spray zur Anwendung in der Mundhöhle oder als Inhalation hergestellt.

Als unerwünschte Wirkungen können u.a. Stimmungsänderungen (Euphorie/Dysphorie), Depression, Angst und Paranoia, Gefühl der Depersonalisation, Halluzinationen, Gedächtnisstörung, verschwommenes Sehen und Schwindel, niedrigen Blutdruck, Herzrasen und Mundtrockenheit auftreten. Auch die Verkehrstüchtigkeit kann eingeschränkt sein.

Als Gegenanzeige für die Anwendung von Cannabis gelten psychotische Erkrankungen oder die familiäre Vorbelastung für solche Erkrankungen. Schwangere, stillende Mütter sowie Männer und Frauen mit Kinderwunsch sollten aufgrund der unklaren Auswirkungen auf Fruchtbarkeit und das Ungeborene keine Cannabis-Präparate einnehmen. Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind möglich, weswegen die Einnahme mit dem Behandlungsteam abgesprochen werden sollte.

Medizinischer Cannabis ist über jede Apotheke in Deutschland mit einem entsprechenden Rezept erhältlich und sollte auch nur dort erworben werden. Fragen Sie Ihr Behandlungsteam, ob Cannabinoide für Sie in Frage kommen.

Weiterführende Informationen finden Sie hier: Medizinischer Cannabis

Sicherheit/Dosierung

Seit März 2017 haben Patientinnen und Patienten mit schwerwiegenden Erkrankungen in Deutschland Anspruch auf eine Therapie mit medizinischem Cannabis, wenn es keine therapeutische Alternative gibt und die Aussicht auf Besserung „nicht weit entfernt“ liegt. Die Kosten werden dann von den Krankenkassen übernommen. Medizinischer Cannabis unterliegt dem Betäubungsmittelgesetz und muss von Ärztinnen und Ärzten verordnet werden.

Die Arzneimittel werden in Form von Tabletten/Kapseln, Tee, als ölige oder alkoholische Lösung, als Spray zur Anwendung in der Mundhöhle oder als Inhalation hergestellt. Nebenwirkungen können u.a. Stimmungsänderungen (Euphorie/Dysphorie), Depression, Angst und Paranoia, Gefühl der Depersonalisation, Halluzinationen, Gedächtnisstörung, verschwommenes Sehen und Schwindel, niedriger Blutdruck, Herzrasen und Mundtrockenheit sein.

Auch die Verkehrstüchtigkeit kann eingeschränkt sein. Als Gegenanzeige für die Anwendung von Cannabis gelten psychotische Erkrankungen oder die familiäre Vorbelastung für solche Erkrankungen. Schwangere, stillende Mütter sowie Männer und Frauen mit Kinderwunsch sollten aufgrund der unklaren Auswirkungen auf Fruchtbarkeit und das Ungeborene keine Cannabis-Präparate einnehmen. Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind möglich, weswegen die Einnahme mit dem Behandlungsteam abgesprochen werden sollte. 

Service

Medizinischer Cannabis ist über jede Apotheke in Deutschland mit einem entsprechenden Rezept erhältlich und sollte auch nur dort erworben werden. Die verwendeten Produkte unterliegen einer strengen Qualitätskontrolle, sind auf die Wirksubstanzen THC und CBD normiert und gewährleisten einen gleichbleibenden Wirkstoffgehalt.

Weiterführende Informationen zu medizinischem Cannabis finden Sie auf Onkopedia

Dieser Beitrag wurde am veröffentlicht und zuletzt am 30. July 2022 aktualisiert.


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