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Kompetenznetz KOKON

Durchfall

Beschreibung

Von Durchfall (Diarrhoe) spricht man, wenn ein Erwachsener mehr als dreimal täglich Stuhlgang hat oder dieser von wässrig-dünner Konsistenz ist. Dabei zeigen sich oft Begleitsymptome wie Bauchschmerzen und Bauchkrämpfe. Der Verlust von Flüssigkeit und Mineralstoffen kann zu einer Minderung des Blutdrucks, Schwindel und Kreislaufproblemen führen.

Diarrhoe tritt als unerwünschte Wirkung der Krebsbehandlung durch Chemo- oder Strahlentherapie auf. Sie kann aber auch durch eine Infektion oder eine Nahrungsmittelunverträglichkeit verursacht werden. Die unterschiedlichen Formen von Diarrhoe erfordern jeweils unterschiedliche Therapien. Weiterführende Informationen zu Diarrhoe finden Sie in der Patientenleitlinie zur supportiven Therapie (2018)

Behandlung

Zunächst ist es notwendig, die Ursache für die Diarrhoe herauszufinden. Parallel dazu werden dem Körper Flüssigkeit und Mineralien zugeführt und die Darmaktivität mit Hilfe von Medikamenten vermindert, um den Flüssigkeitshaushalt im Körper wieder auszugleichen und die Beschwerden zu lindern. Es muss außerdem geklärt werden, ob die Behandlung ambulant erfolgen kann. Eine starke Diarrhoe mit entsprechenden Flüssigkeits- und Mineralstoffverlust und zusätzlichen Warnzeichen wie Fieber, Kreislaufproblemen, Übelkeit/Erbrechen kann bedrohlich werden und muss stationär behandelt werden. Sind die Beschwerden auf die Krebsbehandlung zurückzuführen, muss die Chemotherapie angepasst oder gar ausgesetzt werden. Ist die Ursache eine Infektion, kann diese in der Regel gut mit Medikamenten behandelt werden. Wenn es sich um eine Unverträglichkeit handelt, kann das Führen eines Ernährungstagebuches helfen zu ermitteln, welche Nahrungsmittel gut oder weniger gut vertragen werden.

Es ist wichtig, dass Patientinnen und Patienten mit auf Störungen des Magen-Darm-Trakts, und insbesondere Diarrhoen achten und mit dem Behandlungsteam darüber sprechen, auch wenn diese nur für eine begrenzte Zeit, z.B. in der Woche nach der Chemotherapie auftreten.

Therapieverfahren der Integrativen Onkologie

Zur Behandlung von Diarrhoe können Verfahren aus der integrativen Onkologie ergänzend eingesetzt werden. Zu einigen gibt es Ergebnisse aus klinischen Studien, zu anderen fundierte fachliche Erfahrung aus der Behandlungspraxis.

In klinischen Studien untersuchte Verfahren

Derzeit sind keine Daten aus klinischen Studien verfügbar.

Verfahren aus der Behandlungspraxis

Aus langjährigen Behandlungserfahrungen gibt es weitere, mit wenig Aufwand umzusetzende Maßnahmen, die helfen können. Patientinnen und Patienten können hier selbst auswählen und probieren, was guttut und hilft.

Unter äußeren Anwendungen versteht man u.a. Einreibung, Massagen, Waschungen und Bäder. Sie werden mit Wärme, Kälte, Pflanzenstoffen oder ätherischen Ölen kombiniert, um die gewünschte Wirkung zu verstärken. Im Weiteren finden Sie mögliche Anwendungen aufgeführt, die sich bei Durchfall bewährt haben.

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Drittellösung – Elektrolytersatz bei Durchfall
Diese Mischung hat ein auf die Anforderungen abgestimmtes Verhältnis aus Wasser, Salz und Zucker, so dass der Körper damit im Falle von Durchfällen unterstützend versorgt werden kann.

Morosuppe

Diese Karottensuppe hat durch die Pektine eine Stuhl-eindickende Wirkung und kann daher bei Durchfällen zusätzlich unterstützen. Daneben werden der Darmschleimhaut und dem Körper Flüssigkeit, Salz und Zucker zugeführt, um die Regeneration zu fördern.

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Praktische Tipps und Informationen zum Weiterlesen 

Broschüre: Tipps bei Durchfall des CCC Ulm PDF, 984.85 KB

Patientenleitlinie Supportive Therapie 2018

Leitlinie Supportive Therapie 2020

Dieser Beitrag wurde am veröffentlicht und zuletzt am 2. August 2022 aktualisiert.


Diese Informationen richten sich an Patienten und Angehörige. Sie wurden fachgemäß und mit der erforderlichen Sorgfalt von KOKON zusammengestellt. KOKON gibt jedoch keinerlei Zusage, Garantie oder Versprechen hinsichtlich der Richtigkeit, Genauigkeit, Vollständigkeit oder des aktuellen Standes der Informationen. Die Informationen auf dieser Seite ersetzen nicht das Gespräch mit dem jeweiligen behandelnden Arzt und KOKON rät dringend dazu, die vorliegenden Informationen mit diesem jeweils individuell zu besprechen. KOKON ist nicht verantwortlich für Schäden oder Verluste, die dadurch entstehen, dass sich jemand auf die hier zur Verfügung gestellten Informationen verlässt.