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Kompetenznetz KOKON

Lymphstau

Beschreibung

Bei einem Lymphstau sammelt sich eiweißhaltige Lymphflüssigkeit im Gewebe. Die entstehende Schwellung wird auch als Lymphödem bezeichnet. Die Beschwerden können an unterschiedlichen Bereichen des Körpers auftreten, meist aber entstehen sie an Armen und Beinen. Je nach Ausprägung werden verschiedene Schweregrade unterschieden.

Bei einer leichten Form kann man eine weiche Schwellung tasten. Es kann sich aber auch eine ausgeprägte Schwellung mit verhärtetem Gewebe bilden. Die betroffenen Gliedmaßen fühlen sich schwer, gespannt und müde an. Ein Lymphstau entsteht meist als unerwünschte Wirkung der Krebserkrankung selbst oder deren Behandlung.

So kann ein wachsender Tumor den Lymphabfluss behindern oder die Entfernung oder Bestrahlung von Lymphknoten die Entstehung eines Lymphödems begünstigen. Auch körperliche Faktoren (z.B. Übergewicht) beeinflussen die Entwicklung und den Verlauf.

Behandlung

Zur Vorbeugung eines Lymphödems empfiehlt die Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der Lymphödeme (2018) eine dem individuellen Trainingszustand angemessene körperliche und sportliche Aktivität. Zudem ist es wichtig, dass im Gespräch mit dem Behandlungsteam mögliche Risiken und Verläufe eines Lymphstaus besprochen werden.

Zur Behandlung eines bereits bestehenden Lymphödems wird eine sogenannte „komplexe physikalische Entstauungstherapie“ (KPE) empfohlen. Sie beinhaltet eine gute Hautpflege, manuelle Lymphdrainage, eine Kompressionstherapie mit Verbänden oder Kompressionsstrümpfen, und Sport- und Bewegungsübungen.

Ist der Lymphstau besonders ausgeprägt oder hält er trotz konsequenter KPE länger als sechs Monate an, können auch operative Verfahren erwogen werden.  Weitere Informationen für Fachleute sind in der Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der Lymphödeme (2018) zu finden.

Patientinnen und Patienten sollten Anzeichen für ein Lymphödem mit ihrem Behandlungsteam besprechen. Ein ausgeprägter Lymphstau kann die Lebensqualität stark beeinträchtigen und es ist wichtig, diesen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Therapieverfahren der integrativen Onkologie

Zur Behandlung eines Lymphstaus, der infolge einer Krebserkrankung oder deren Therapie aufgetreten ist, können Verfahren aus der integrativen Onkologie ergänzend eingesetzt werden. Zu einigen gibt es Ergebnisse aus klinischen Studien, zu anderen fundierte fachliche Erfahrung aus der Behandlungspraxis.

In klinischen Studien untersuchte Verfahren

Derzeit sind keine Daten aus klinischen Studien verfügbar.

Verfahren aus der Behandlungspraxis

Aus langjährigen Behandlungserfahrungen gibt es weitere, mit wenig Aufwand umzusetzende Maßnahmen, die helfen, Lymphstau vorzubeugen oder die Beschwerden zu mindern. Patientinnen und Patienten können hier selbst auswählen und probieren, was guttut und hilft.

Unter äußeren Anwendungen versteht man u.a. Einreibung, Massagen, Waschungen und Bäder. Sie werden mit Wärme, Kälte, Pflanzenstoffen oder ätherischen Ölen kombiniert, um die gewünschte Wirkung zu verstärken. Im Weiteren finden Sie mögliche Anwendungen aufgeführt, die sich bei Lymphstau bewährt haben.

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Praktische Tipps und Informationen zum Weiterlesen

Derzeit sind keine weiteren Daten verfügbar.

Dieser Beitrag wurde am veröffentlicht und zuletzt am 2. August 2022 aktualisiert.


Diese Informationen richten sich an Patienten und Angehörige. Sie wurden fachgemäß und mit der erforderlichen Sorgfalt von KOKON zusammengestellt. KOKON gibt jedoch keinerlei Zusage, Garantie oder Versprechen hinsichtlich der Richtigkeit, Genauigkeit, Vollständigkeit oder des aktuellen Standes der Informationen. Die Informationen auf dieser Seite ersetzen nicht das Gespräch mit dem jeweiligen behandelnden Arzt und KOKON rät dringend dazu, die vorliegenden Informationen mit diesem jeweils individuell zu besprechen. KOKON ist nicht verantwortlich für Schäden oder Verluste, die dadurch entstehen, dass sich jemand auf die hier zur Verfügung gestellten Informationen verlässt.