Onkologie

Hintergrund

Ein Großteil der Menschen mit Krebs hat den Wunsch, das Thema Komplementärmedizin mit ihrer Onkologin oder ihrem Onkologen zu besprechen. Dies zeigt u.a. eine Bedarfsanalyse aus der ersten Förderphase von KOKON. Tatsächlich finden diese Gespräche aber selten statt, da die Fachärzte aus Unsicherheit häufig dazu tendieren, das Thema Komplementärmedizin zu vermeiden und Patientinnen und Patienten ausgehen, dass ihre Ärzte dazu zu wenig wissen. Obwohl es zunehmend Fortbildungen und Seminare zu komplementärmedizinischen Verfahren gibt, fehlt bisher ein qualifiziertes Trainingsprogramm. In der ersten Förderphase von KOKON wurde ein evidenzbasiertes und strukturiertes Trainingskonzept für die Vermittlung von Fachwissen über komplementärmedizinische Verfahren entwickelt und in einer Pilotstudie evaluiert. Jedoch besteht nach wie vor ein hoher Bedarf, Aufklärung und Entscheidungsfindung über komplementärmedizinische Verfahren mit der Information und Entscheidungsfindung über onkologische Therapien zu verknüpfen.

Ziel und Arbeitsprogramm

Im Mittelpunkt des Projekts steht die Entwicklung eines Trainings für Gespräche zu komplementärmedizinischen Verfahren, das sich gut in die alltägliche Arbeit integrieren lässt: das KOKON Training für onkologisch tätige Ärztinnen und Ärzte (KOKON-KTO). KOKON-KTO besteht aus modernem e-Learning und Workshop, vermittelt relevante und zuverlässige Inhalte und ist gut in die tägliche Praxis integrierbar. Das Training wird in einer prospektiven, multizentrischen, cluster-randomisierten Studie mit 48 onkologisch tätigen Ärztinnen und Ärzten evaluiert.

Onkologisch behandelnde Ärztinnen und Ärzte für Studienteilnahme gesucht »

Projektleitung

Prof. Dr. med. Claudia Witt (Projektleiterin)

Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie
Charité - Universitätsmedizin, Berlin
Tel: +49 (0) 30450529132
Fax: +49 (0) 30450529917
E-Mail: claudia.witt@charite.de